Die Bedeutung eines angepassten Sattelgurts

Die Bedeutung eines angepassten Sattelgurts

March 15, 2021 0 By Zachary Bazin

 

So wie es verschiedene Arten von Sätteln gibt, gibt es auch verschiedene Sattelgurte. Sie unterscheiden sich hinsichtlich des Modells (kurz oder lang), in der Form (gerade, anatomisch geschnitten, mit Bauchlatz oder Elastikeinsätzen) und auch in den Materialien (Leder, Gummi, Lammfell oder sogar Mesh) – kurz gesagt, jeder Sattelgurt ist anders.

 

Im Laufe der Zeit hat sich der Sattelgurt deutlich weiterentwickelt. War er früher noch vor allem aus Schnüren oder Stoff gefertigt, kamen mit der größeren Popularität des Reitsports auch schnell die Sattelgurte aus Leder auf.

 

Seit einigen Jahren dagegen geht der Trend hin zu anatomisch geschnittenen Sattelgurten, unabhängig von Modell und Material. Aber warum ist der anatomische Sattelgurt quasi unentbehrlich geworden?

Werfen wir einen kurzen Blick auf Körperbau und Biomechanik...des Pferdes!

 

Der Sattelgurt ist das alleinige Element, das den Sattel stabil und im Gleichgewicht auf dem Rücken des Pferdes hält. Obwohl ein Großteil der Pferde einen „klassischen“ Körperbau hat, gibt es auch Pferde, deren Sattelgurtlage mehr oder weniger „festgelegt“, deren Widerrist mehr oder weniger ausgeprägt und deren Rücken mehr oder weniger „vertieft“ ist. All diese Charakteristika haben Einfluss auf die Wahl des Sattelgurts. In jedem Fall ist es wichtig, dass der Sattelgurt so angepasst ist, dass er keinerlei negativen Einfluss auf die Gesundheit und den Bewegungsablauf Ihres Pferdes hat.

 

In der Regel liegt der Sattelgurt hinter den Ellenbogen des Pferdes, etwa eine Handbreit dahinter. Er hat dadurch Einwirkung auf Knochen und Muskulatur des Brustkorbs, einem Teil des Körpers, das stark beansprucht wird, vor allem, wenn das Pferd einen Reiter tragen oder auch sich einfach nur fortbewegen muss. Doch seine Auswirkung beschränkt sich nicht nur auf den Brustkorb. Ist er schlecht angepasst, kann der Sattelgurt auch die Bewegungsabläufe des Pferdes verändern, insbesondere die Art und Weise, wie es seine Knie und Sprunggelenke bewegt, ob beim Springen oder in der Dressur.

 

Durch seine Lage hat der Sattelgurt also vor allem Einfluss auf den Bewegungsablauf des Pferdes, aber auch auf seine Haltung. Wenn auf die Muskeln, die sich unter dem Sattelgurt befinden, übermäßiger Druck ausgeübt wird, kann sich dies negativ auf die raumgreifenden Bewegungsumfang des Pferdes auswirken.

Wenn wir genauer hinsehen, verlaufen die sogenannten „Standard-Sattelgurte“ über mehrere Muskelgruppen.

 

Wird der aufsteigende Brustmuskel und die Kappenmuskeln komprimiert, sind die Protraktionsbewegungen, also die Bewegungen in Vorwärtsrichtung, der Vorhand eingeschränkt. Der rechte Unterleibsmuskel sowie die äußeren und inneren schrägen Bauchmuskeln erleichtern durch seitliche Biegung des Rückens und der Lumbosakralwirbel die Protraktion, so dass das Pferd auch mit der Hinterhand besser untertreten kann.

Der Gurt kann Brustkorb komprimieren, so dass er sich nicht normal öffnen kann. Wenn das Pferd in seiner Atmung gestört ist, wird es durch den Einsatz noch mehr, seine Muskelkraft zu kompensieren. Diese wird sich auf die Intercostale Muskeln auswirken, die stärker beansprucht wird, um die gleiche Anstrengung zu unternehmen. Daher kann, das Pferd schneller müde werden.

Entgegen der landläufigen gegenteiligen Meinung liegt ein Sattelgurt, der gut sitzt und passt nur auf dem Brustbein auf. Somit kann das Phänomen des übermäßigen Drucks nicht nur dort, sondern auch auf Höhe der Rippen auftreten.

 

Entsteht ein Druckwinkel an der Sattelgurtlage, direkt hinter den Ellenbogen. In diesem sehr empfindlichen und fragilen Bereich kommt es außerdem am häufigsten zu Blessuren, wenn der verwendete Sattelgurt schlecht angelegt oder nicht an den Körperbau des Pferdes angepasst ist.

 

Die sogenannten „anatomischen Sattelgurte“ wurden entwickelt, um die Druckspitzen zu reduzieren, die bei der Verwendung eines klassischen Sattelgurts auf Höhe der Ellenbogen auftreten. So ermöglicht das spezielle Design dieser Sattelgurte den ausgeübten Druck zu begrenzen und gleichmäßig zu verteilen. Dadurch werden die Protraktion der Vorhand sowie die der Hinterhand und auch die Beugung von Knie und Sprunggelenk verbessert. Dies hat einen großen Einfluss auf die körperlichen Fähigkeiten des Pferdes, das so z. B. ein besseres Sprungverhalten oder symmetrischere Gänge zeigt.

Die anatomischen Sattelgurte von CWD...

 

Bei CWD bieten wir eine große Auswahl an anatomischen Sattelgurten an, die sich für das Springreiten, die Dressur und auch für die Vielseitigkeit eignen.

 

Bei den klassischen Sattelgurten können Sie wählen zwischen der Variante „Jumping“ und dessen Pendant als Kontaktstollengurt, dem Sattelgurt „Contact“.

 

Die Ausschnitte auf Höhe der Ellenbogen sorgen für mehr Bewegungsfreiheit und eine bessere Druckverteilung auf den Brustkorb Ihres Pferdes. Für den Reiter ermöglichen die versetzten Gurtriemen ein einfacheres Gurten und einen besseren engen Kontakt.

 

Diese Sattelgurte gibt es auch als Kurzgurte, in der klassischen Form, als Kontaktstollengurt und auch als Dressurgurt. Dank des zusätzlichen Schaumstoffs in der Gurtmitte, auf Höhe des Brustbeins, bieten Sie Ihrem Pferd höchsten Tragekomfort.

 

Alle unsere Sattelgurte bieten zusätzliche Sicherheit, durch das Safetik®-System, ein verdeckter, verstärkter Karabiner, der das Risiko, dass sich Ihr Pferd mit dem Hufeisen im Karabiner oder in den Zügeln verfängt, reduziert.

Der iPULSE revolutioniert die anatomischen Sattelgurte...

 

Wir haben bereits in früheren Blogartikeln davon berichtet: der iPULSE ist ein intelligenter Sattelgurt, mit dem Sie die Herzfrequenz, die Geschwindigkeit und den Takt Ihres Pferdes messen können. Dank dieser Daten ermöglicht Ihnen der Sattelgurt, dass Sie den Gesundheitszustand und die sportlichen Fortschritte Ihres Pferdes überwachen können. Neben seinen technischen Eigenschaften, die ihn zu einer Revolution des Reitsports machen, wurde der iPULSE-Sattelgurt so konzipiert, dass er für die Mehrheit der Pferde gut passt.

 

Sein Design ist außerdem in vielerlei Hinsicht innovativ…

Durchgehende Elastikbänder!

 

Der Sattelgurt iPULSE ist mit einem System mit durchgehenden elastischen Bändern ausgestattet, um sich an die Bewegungen des Pferdes anzupassen. Dank seiner elastischen Einsätze ist der Sattelgurt dynamischer und bietet dem Pferd ein Gefühl der maximalen Bewegungsfreiheit. Er folgt präzise den Bewegungen des Pferdes, selbst bei intensivster Anstrengung, und reduziert so das Risiko von übermäßigem Druck und Beeinträchtigungen für den Brustkorb und die Sattelgurtlage.

Anatomisches Design!

 

Der iPULSE wurde mit einem bereiten Bauchlatz und einem größeren Ausschnitt auf Höhe der Ellenbogen konzipiert. Dieses anatomische Design des Sattelgurts sorgt für mehr Bewegungsfreiheit der Schultern und hinter den Ellenbogen, um Reibung und Blessuren in diesem so empfindlichen Bereich zu vermeiden. Dank seines breiteren Bauchlatzes liegt der Sattelgurt ganz von selbst auf dem Brustbein auf, wodurch ein falsches Anlegen und damit verbundene Schmerzen für das Pferd vermieden werden.

Der breite Bauchschutz!

 

Der Bauchschutz des iPULSE wurde verbreitert, wodurch die Kontaktfläche zwischen Sattelgurt und Pferd vergrößert wurde. So kann der Druck optimal verteilt werden, was zu mehr Komfort und Schutz für das Pferd führt.

Die 4-in-1-Verstellmöglichkeit !

 

Sein 4-in1- verstellbares Schnallensystem macht den iPULSE zusätzlich äußerst praktisch, da Sie dadurch alle Pferden, von 125 cm bis 140 cm, präzise gurten können. Dank dieses Systems kann sich Ihr Sattelgurt also sogar an die Entwicklung Ihres Pferdes und dessen Körperbau im Laufe der Zeit anpassen.